

„Was war schneller: die Treppe hinauf oder außen herum?“ und „Warum war der Posten am Grenzstein im Wald so schwer zu finden?“ Diese und viele weitere Fragen wurden nach dem Lauf eifrig diskutiert. Eines stand dabei fest: Die 29 Teilnehmenden zwischen vier und 70 Jahren hatten jede Menge Spaß.

Die Laufgruppe des SV Herschfeld veranstaltete am Samstag, dem 10. Oktober, erstmals ein Schnuppertraining in der aus Skandinavien stammenden Sportart Orientierungslauf. Dabei laufen alle Teilnehmenden in möglichst kurzer Zeit sämtliche Kontrollpunkte ab, die sogenannten Posten. Sie sind auf einer sportspezifischen Landkarte eingezeichnet, die jeder am Start erhält. Straßen- und Gebäudenamen fehlen auf einer solchen Karte. Wer alle Posten finden will, muss außerdem den schnellsten Weg von einem zum nächsten wählen, und zwar in der richtigen Reihenfolge. Die Buchstaben, die an den Posten zu notieren waren, ergaben am Ende ein Lösungswort.
Die Organisatoren Lisa Nöth und Manuel Weidl boten zwei Strecken mit einer Länge von 3 und 4,5 Kilometern quer durch Herschfeld an. Wer die Karte nicht genau studierte und falsch abbog, sammelte schnell den einen oder anderen zusätzlichen Kilometer. Laufen und dabei Karte lesen und taktisch entscheiden: Das war für die meisten neu.
Mit dabei waren Kinder, die von ihren Eltern begleitet wurden, ambitionierte Läuferinnen und Läufer, die am Ende ins Ziel sprinteten, aber auch Spazierende mit Hund. Besonders freuten sich die Organisatoren über die Teilnahme zweier sehr erfahrener Orientierungsläuferinnen aus Coburg.
Eine Zeitwertung gab es beim Schnuppertraining nicht. Im Vordergrund standen der Spaß und ein neuer Blick auf Herschfeld.
